Flößerverein Finowfurt

Der Mordstein

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…Die reine Naturschönheit Westends war damals also noch nicht gestört. Und auf diesen einsamen Waldwegen konnte auch der Mord passieren, an den noch der hinter den Ardelt-Werken linker Hand an den Staßenbahnschienen stehende Mordstein erinnert, auf dem in stark verwitterter Schrift zu lesen ist:

Flösser-Regimenter Schönfeld
a. Schöpfurth
i.d. 26.Juli 1867
erschossen.

Am genannten Tage hatte der alte Flößerregimenter Schönfeld aus Schöpfurth auf dem Rentamt in der Breiten Straße ein größere Summe Geldes abgehoben, um seine Flößer auszuzahlen. Das Geld trug er in einer sogenannten Geldkatze unter dem Rock um den Leib geschnallt. Er war in „Warbeckes Ecke“, gegenüber der Stolz`schen Mühle, eingekehrt, um sich noch etwas gütlich zu tun, bevor wer den langen Heimweg antrat. Während Schönfeld bei seiner „Zietschenwurst, einem Bittern und einem Blusenmann“ saß, wurde er von einem in demselben Lokal anwesenden jüngeren Arbeiter, Liepner aus Biesenthal, scharf beobachtet, da dieser wahrgenommen hatte , daß Schönfeld viel Geld bei sich hatte. Er schlich Schönfeld auf seinem Nachhauseweg nach, überraschte ihn bei den Eisehammerschen Kusseln und erschoß ihn hinterrücks. Liepner raubte das gesamte Geld. Der Erschossene wurde später von zwei Frauen, die Mittagbrot nach dem Eisenhammer trage wollten, bald nachher aufgefunden.

Die Söhne Schönfelds, ebenfalls Flößer, holten am Abend die Leich ihres Vaters ab. Um genau die Stelle zu bezeichnen, wo der Mord geschehen war, wurde in die in nächster Nähe stehende Kiefer eine große Kerbe gehauen. Dann trug man einen großen Haufen Reisig zusammen und – der „Tote Mann“ war fertig. Jeder Vorübergehende warf stets einen Zweig- Wacholder- Kiefernzweig- auf den Haufen. Und so erhielt er sich lange Zeit.

Um 1870 ist an der Stelle ein Granitstein gesetzt worden, an dem eine Blechtafel befestigt war. Einer der Söhne des Malers Stutterheim hatte die ganze Begebenheit auf der Tafel verewigt,- Die Tafel war nicht haltbar genug und schien ganz zu vergehen. Da wurde dann der Stein mit der angegebenen Inschrift gesetzt.- Der Mörder ist bald nachher ergriffen worden und hat seine Untat mit lebenslänglicher Zuchthausstrafe gebüßt. Den alten Eberswaldern blieb der „Tote Mann“ an der „Eisenhammer-Chaussee“ im Gedächtnis trotz des verschwundenen Reisighaufens.“

Quelle: R.Schmidt, Geschichte der Stadt Eberswalde, 2 Bände


Rudolf Schmidt beschreibt in seiner „Geschichte der Stadt Eberswalde“ den Mord an dem Flößer-Regimenter Christian Friedrich Schönfeld aus Schöpfurt. Der zum Andenken an diese Bluttat errichtete „Mordstein“ kann noch heute in Eberswalde an der Heegermühler Straße, direkt am Zaun des Westend-Stadions besichtigt werden.

Christian Friedrich Schönfeld wurde am 6.Juni 1794 wahrscheinlich in Schöpfurth geboren. Als junger Mann diente er während der Befreiungskriege gegen die napoleonische Fremdherrschaft im 3. Batallion des 3.kurmärkischen Landwehr-Infanterieregimentes.

1814 heiratete er eine Büdnerstochter aus Steinfurth. In den folgenden Jahren verdiente er den Lebensunterhalt seiner Familie mit der schweren Arbeit des Holzflößens. Nach dem frühen Tod seiner ersten Frau heiratete er 1833 Johanna Henriette Freimuth. Etwa zur gleichen Zeit muß er sich zum Flößer-Regimenter hochgearbeitet haben. Dieses Amt hat er auch noch als 73-jähriger , bis zu seinem gewaltsamen Tode ausgeübt.

Quelle: R.Schmidt, Geschichte der Stadt Eberswalde, 2 Bände

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News & Informationen

Google Impact Challenge 2016

Deutschland hat für die Google Challenge bis zum 2 [...]

Deutschland hat für die Google Challenge bis zum 24.02. um 24:00 Uhr abgestimmt.
Insgesamt wurden über 724.000 Stimmen gezählt.
Wir waren dabei und haben einen Geldpreis in Höhe von € 1.000,00 erhalten.

Unter: https://impactchallenge.withgoogle.com/deutschland könnt Ihr die Hauptpreisträger sehen.

Unten ist die Urkunde von Jacquelline Fuller. Sie ist Direktorin von Google org. und kam direkt aus Kalifornien zur Preisverleihung am 25.02.2016 ins Cafe Moskau nach Berlin.

Der Vorstand des Finowfurter Flößervereins war komplett in Berlin vertreten und hat den Worten von Frau Fuller und unserer Arbeitsministerin, Frau Andrea Nahles, wohlwollend gelauscht.
Durch das Programm führte rbb Moderator Jörg Thadeus.
Wir erlebten einen unvergesslichen Abend und freuen uns sehr über den von Google zusätzlich ausgelobten Preis.

In der Vorstandssitzung am 07.03.2016 werden wir über die Verwendung des Betrages von € 1.000 beraten. Selbiger wird projektbezogen verwendet.
Das interaktive Quiz, die Generierung des QR Codes, die Listung bei Facebook und Einrichtung einer Flößer-App vom Finowfurter Flößerverein werden auf die Tagesordnung gebracht.

Allen, die den Finowfurter Flößerverein e.V. unterstützt haben., sagen wir herzlichen Dank.
Der Vorstand

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Diese Website des Flößervereins ist seit August 2014 online und löste die alte etwas in die Jahre gekommene Präsenz ab.

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Viel Spaß mit den neu gestalteten Seiten. Wir freuen uns auf eine positive Resonanz!

 

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